
Wir prüfen als erstes die Ausgangsrohstoffe, das sind in der Hauptsache Wolframcarbid und Kobalt. Mit einer sogenannten Vorprobe stellen wir sicher, dass das Material beim Sintern die gewünschten Eigenschaften aufweist. Ist diese Vorprobe in Ordnung, werden die Rohstoffe für die Serienfertigung freigegeben.
Vorprobe und Produkte werden nach dem Sintern auf viele Merkmale geprüft.
Ja, zum Beispiel auf Porosität, also auf Einschlüsse und Defekte im Material. Wir bewegen uns da im µ-Bereich.
Warum ist das so wichtig?
Jede Porosität setzt die Qualität herab. Hartmetall sollte gänzlich frei davon sein. Dann messen wir die Härte und die Biegebruchfestigkeit, also ob das Material die gewünschte Balance von Härte und Zähigkeit aufweist.
An der magnetischen Koerzitivfeldstärke erkennen wir, ob der Sinterungsprozess optimal verlaufen ist, also der Sinterungsgrad stimmt. Beim Sintern wächst das zuvor klein gemahlene Korn des Wolframcarbids wieder bis zu einem bestimmten Grad auf. Dieses Korn möchte man in einer bestimmten Größe haben, da hiervon die Verschleißkraft abhängt. Die Zwischenräume zwischen den Wolframcarbidkörnern sind übrigens mit dem Bindemittel Cobalt gefüllt.
Und dann gibt es noch die Kohlenstoffanalyse.
Es darf kein freier Kohlenstoff nachweisbar sein, da dies Zeichen für eine nicht hunderprozentige Verbindung von Wolframcarbid und Kobalt ist, das Hartmetall also nicht die gewünschte Festigkeit aufweist.
Zum Abschluss noch die Frage, warum eine über 30-jährige Erfahrung so wichtig ist?
Wie Hartmetall hergestellt wird ist allgemein bekannt. Beim Fertigungsprozess ist es jedoch ausschlaggebend, dass man das Prozessverhalten seiner Fertigungsanlagen genau kennt. Äußere Einflüsse eliminieren wir ohnehin weitestgehend, zum Teil laufen die Prozesse in klimatisierten Räumen ab, und die Pulververarbeitung erfolgt in geschlossenen Systemen. Gleichzeitig sorgen wir für einen zeitlich präzisen Fertigungsablauf – bei peinlich sauberer Fertigungsumgebung.