
Unsere Werkzeuge bestehen aus Stahlkörpern und Hartmetall-Formteilen. Diese werden mit Lot verbunden, indem die Werkzeuge induktiv erhitzt werden. Beim nachfolgenden Erkalten entstehen aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnung von Stahl und Hartmetall Spannungen. Wenn diese zu groß sind, reißt das Lot, die Verbindung hält nicht.
Wie gehen Sie damit um, dass die Verbindung trotzdem hundertprozentig ist?
Wir haben entsprechende Produktionsanlagen gebaut. Mit diesen halten wir penibel die Temperaturen und die Zeiten für den Prozessablauf ein. Man kann schon sagen, dass unser gesamter Fertigungsprozess bis zur Perfektion entwickelt wurde. Da steckt unsere ganze Hartmetallerfahrung drin. Dann schwören wir natürlich auf unser Lot und wissen, wieviel Gramm davon eine perfekte Verbindung ergibt.
Wir haben extrem viel automatisiert, und unsere Anlagen sind sehr flexibel. Wir haben ein großes Artikelspektrum. Es werden Kleinteile mit wenigen Gramm und Großteile mit über 100 kg gefertigt. Ebenso variieren die Teilegeometrien sehr stark. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Kundenanforderungen wie das Vergüten des Stahls. Auch das geht vollautomatisch.
Wie stellen Sie sicher, dass alles funktioniert?
Da spielt unsere Erfahrung eine große Rolle. Fertigungsbegleitend machen wir Stichproben mit Härteprüfungen und Laboruntersuchungen. Wir überlassen da nichts dem Zufall. Sie müssen wissen, dass zum Beispiel von unserem meist gefragten Straßenmeißel sechs Millionen Stück pro Jahr produziert werden. Aber wir haben nicht nur große Stückzahlen. Wir produzieren auch aufwändige Einzelteile, die aufgrund ihrer Komplexität und Größe in mehreren Arbeitsschritten gefertigt werden. Dafür bauen wir selbst die Anlagen, um zum Beispiel partiell erwärmen zu können. Auf diese Weise fertigen wir sehr komplexe Werkzeuge. Wir setzen eben alles in Bewegung, um Kundenwünsche zu realisieren.